Exil, Holocaust und Erlösung

Nadi stellt folgende Fragen zum Artikel „Ein Wort zu Pessach“:

Sehr geehrter Herr Cabelman,

Ich sah meine Fragen schon als „verloren“ an. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich Ihre Antworten auf meine Fragen lesen durfte. Ich danke Ihnen, das Sie sich die Zeit genommen haben, darauf einzugehen!!

Interessant ist für mich, dass offenbar die ganze Welt außer das gelobte Land „Exil“ im Glaube des jüdischen Voles darstellt. Zudem dürfen Juden überall Leben, aber nicht in Palästina selbst?! Ist Palästina also tatsächlich irgendwann endgültige Heimstätte des jüdischen Volkes?

Wie aber konnten die Zionisten diese Jahrtausend alte Lehre in so kurzer Zeit ausschalten und damit auch noch Sympathisanten gewinnen? Was bewegte jene Juden die „Geduld des Exils“ aufzugeben?

Eine letzte bescheidene Frage:

Wie betrachten sie das Ereignis des Holokausts aus jüdischer Sicht? Kann der Bruch mit Gott, nach jüdischer Theologie, schwere Strafen in der größe eines Holokausts nach sich ziehen? Zuweilen las ich bereits Erlärungen orthodoxer Juden, die in Folge des Bruchs mit Gottes Gesetzen behaupteten, dass der Holokaust die Folge eines solchen Rechtsbruchs gewesen ist?

Da ich die Entwicklungen der antizionistichen Juden mit viel Neugierde beobachte, hoffe ich sehr, dass Sie meine vielen Fragen nicht als zu belastend betrachten?

Für Ihre Antworten bedanke ich mich auf jeden Fall schon einmal im voraus!

Gesegnete Grüße
Nadi

Geehrter Nadi, hier meine Antworten auf Ihre zweiten Anfragen:

Frage:

Interessant ist für mich, das offenbar die ganze Welt außer das gelobte Land „Exil“ im Glaube des jüdischen Voles darstellt. Zudem dürfen Juden überall Leben aber nicht in Palästina selbst?!

Antwort:

Nicht ganz so wie Sie meinen. Das gelobte Land stellt auch im “Exil” “Exil” dar.

Juden dürfen sehr wohl dort wohnen, auch während dem Exil, aber nur als Einzelpersonen unter der Herrschaft der jeweils dortigen Regierung, keinesfalls schon als “Judenstaat”, der ihnen von Gott strengstens untersagt wurde. Das war auch immer, seit 2000 Jahren nie anders gedacht, und jüdische Personen,  fromme Gottesfürchtige kamen als Einzelpersonen in das heilige Land, um dort ein bescheidenes gottesfürchtiges Leben zu führen. Sie wurden von der dort ansässigen arabischen Bevölkerung geachtet und geschätzt, ein herrliches Zusammenleben war das tagtägliche Zwischeneinander, bis zur grossen Katastrophe, als 1948 die wilde Horde der Zionisten mit ihrem abenteuerlichen ‘Staat’ alles zerstörten: Das fromme Leben der dortigen jüdischen “Exil-Bewohner”, zusammen mit dem legal dort ansässigen und verwurzelten palästinenischen Volk.

Frage:

Ist Palästina also tatsächlich irgendwann endgültige Heimstätte des jüdischen Volkes?

Antwort:

Ja, wenn sie von Gott aus dem Exil erlöst werden, hat er ihnen dieses Land als endgültige Heimstätte zugesprochen.

Aber keine Angst: Das wird erst sein, wenn, hoffentlich sehr bald, zusammen mit der Gottes-Erlösung (der ganzen Welt, nicht nur der Juden), gleichzeitig das ‘messianische Zeitalter’ anbricht, das ALLEN Erdenbewohnern Glück und Frieden bringen wird. Gott hat es durch die Propheten klar vorausgesagt: “Keine Hand wird sich mehr gegen den Anderen erheben usw.”. Es werden keine Palästinenser mehr von “Israelis” vertrieben werden und es wird genügend Platz und Lebensraum in Gottes gelobtem Lande für ALLE Leute sein, die dort wohnen und ihn anerkennen und ehrlich treu ergeben sein wollen, Juden und Nicht-Juden.

Sehen Sie hierzu auch die Artikel

„Die Lösung des Nahostproblems: Vollständige Auflösung des Staates Israel“

„Was geschieht nach Messias?“ oder das Video von unserer

Pressekonferenz am 27. Januar in Berlin

Frage:

Wie aber konnten die Zionisten diese Jahrtausend alte Lehre, in so kurzer Zeit ausschalten und damit auch noch Sympathisanten gewinnen? Was bewegte jene Juden die „Geduld des Exils“ aufzugeben?

Antwort:

Durch etwa 100 Jahre weltweite Intrige, Verbrechen  und Aufwühlereien brachten es die Zionisten fertig, ‘die alte Lehre auszuschalten’, und damit, leider, auch noch Sympathisanten zu gewinnen.

Die Zionisten, ‘Häretiker’, Gott-abtrünniges Gesindel, hatten kein Problem, die “Geduld des Exils” aufzugeben. In ihrer Revolte gegen Gott gab es kein ‘göttliches Exil’, sondern nur ein nach menschlichen Begriffen und nach menschlichem Ablauf, vor ca. 2000 Jahren durch Reibereien mit den Römern entstandenes ‘Exil’, das nun ebenso auf menschliche (besser gesagt ‘unmenschliche’) Art wieder aufgelöst werden müsse. Dazu brauchten die Zionisten ein Land, eine Armee, eine Politik und was immer, dann würde das funktionieren! Nur eines brauchten sie nicht: Gott! Ihm wurde gehöhnt, ihm der Kampf aufs Messer angesagt. (Lesen Sie dazu Herzl’s Programm-Schrift “Der Judenstaat”).

Das funktionierte dann auch wirklich, nach dem schrecklichen Holocaust-Leiden des jüdischen Volkes. Elend und heimatlos, eines klaren Gedankens nicht mehr fähig, irrten die überbliebenen Holocaust-Restchen in Europa umher, und das war dann das dankbare ‘Futter’  für die Eröffung des ‘rettenden Judenstaates’. Das ‘berechtigte’ dann die Zionisten zu ihrem Raub des Landes von den ansässigen Palästinern, und, unter unverständlichem Irrtum und Unrecht, gab die Völkergemeinschaft, die UNO, 1947 den Segen zu dieser ‘Staatsgründung von 1948’.

Die Leiden des jüdischen Volkes, und das schreckliche Verbrechen an ihm, war den Zionisten von Anfang an wie ‘ein Geschenk des Himmels’, und mit der ‘Holocaust-Keule’ und der “Antisemitismus-Fuchtel’ wurde der ‘jüdische Staat’ ertrotzt, zementiert, gehätschelt und verteidigt, bis zum heutigen Tag. Wehe dem Verein, der Zeitung, der Regierung, die etwa nachlässig werden mit dem ins Horn stoßen der ‘Holocaust-’ und der ‘Antisemitismus’-Geschichte!

Gott schwieg bisher, er wird nicht mehr lange schweigend zusehen. Die Tage dieses “Verbrecherstaates”, des ganzen ‘Zionismus’, sind gezählt, und Gott wird sein Volk wieder dort vorfinden, wohin er es geschickt hat: Ins ‘Exil’. Und von dort aus wird ER SELBST es erlösen, wie es von Anfang in seinem unergründlichen Plan vorgesehen ist. Gott lässt sich nicht von Menschen, schon gar nicht von einer ‘Zionisten-Bande’ in sein Handwerk pfuschen.

Er ist ein gnädiger Gott und wir hoffen, dies alles möge ohne neue unbeschreibliche Blutopfer ablaufen, aber: Wir wissen es nicht. Hätte jemand 20-30 Jahre vor dem Holocaust sich ausmalen können, was Gott ‘alles kann’!?

Noch einmal: Hoffen wir hier wirklich das Beste.

Frage:

Eine letzte bescheidene Frage:

Wie betrachten sie das Ereignis des Holokausts aus jüdischer Sicht? Kann der Bruch mit Gott, nach jüdischer Theologie schwere Strafen in der größe eines Holokausts nach sich ziehen? Zuweilen las ich bereits Erlärungen orthodoxer Juden, die in Folge des Bruchs mit Gottes Gesetzen behaupteten, das der Holokaust die Folge eines solchen Rechtsbruch gewesen ist?

Da ich die Entwicklungen der antizionistichen Juden mit viel Neugierde beobachte, hoffe ich sehr, das Sie meine vielen Fragen nicht als zu Belastend betrachten?

Antwort:

Etwa so, wie Sie es gelesen haben. Und wie ich es oben geschrieben habe.

Es ist uns, ebenfalls in den Propheten klipp und klar und deutlich gesagt, dass Gott uns beschwört, dass wir das von ihm bestimmte Exil ja nicht vorzeitig unterbrechen sollen, und falls ja, göttliche Bestrafung im Holocaustformat vorgesehen sei.

Die Zionisten, und mit ihnen viele Juden, haben den Schwur ignoriert, es gelang ihnen mit der ‘Zionistischen Idee” große Teile des jüdischen Volkes von Gott und seinem Gesetze, der Thora, abzubringen. Gottes ‘Erlösung’, sein “Exil”, wurde verhöhnt und die “Zionistische Wiedergeburt Israels” gepredigt.

Leider mit Erfolg, und Gott hat reagiert. Genau so wie er es durch den Propheten sagte. Der Holocaust ließ nicht auf sich warten…

Eine letzte Schlussbemerkung von mir selbst:

Die Holocaust-Katastrophe war für das jüdische Volk derart unbeschreiblich, dass ich zu Gott hoffe und bete, er möge das uns anrechnen was mit uns schon geschehen ist, und was uns noch bevorsteht gnädig und ohne allzu große Opfer ablaufen lassen, nach der Idee, meiner Idee:  “Dieses Volk hat schon genug gelitten, lasse ihm nun diese ‘Endzeit’ gnädig ablaufen! Amen”!

2 Antworten to “Exil, Holocaust und Erlösung”

  1. Claus Kleber: ein Mann mit einer Mission bei Ahmadinejad « Meryems Welt Says:

    […] Jüdischer Antizionismus: https://derisraelit.wordpress.com/2010/04/12/exil-holocaust-und-erlosung/ […]

  2. Silvan Wolf Says:

    Shalom sehr geehrter Herr Cabelman,
    vielen Dank für Ihre Webseite. Es ist wirklich aufklärend was sie schreiben. Viele Christen denken, dass sich Prophetie aus der Bibel erfüllt hat, als der Judenstaat gegründet wurde, und sie meinen es als YHWH’s Auftrag anzusehen, diesen zu unterstützen.

    Welche Schriftstellen aus dem Tanach können sie diesen entgegenhalten, die belegen, dass dies eben nicht SEIN Wille ist.

    Eine andere Frage, die ich habe ist:
    Halten Sie es für möglich, dass gewisse hochgradige Zionisten den Holocaust mitforciert haben?

    Und:
    Was halten sie von der Eran Israeli-Elhaik Studie, dass die Ashkenasim von den Khasaren abstammen würden? http://socioecohistory.wordpress.com/2012/09/13/new-genetic-research-confirms-koestlers-khazar-theory-ashkenazi-jews-are-not-the-jews-of-the-bible/

    Mit besten friedvollen Grüßen
    Silvan Wolf

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